Kerstins Gardinenkordel-Sammlung

Gardinenkordeln sind für mich ganz besondere Zeitzeugen der Mode. Sie verbinden einen gewissen Stil mit einer praktischen Funktion. Ich liebe es, über die straff gedrehten Kordeln zu streichen, versuche hinter die Knoten-, Schling-, Knüpf- und Webtechnik der Kordeln und Bommeln zu kommen und vergleiche die Kordeln aus verschiedenen Epochen und Ländern.
Begonnen hatte diese Affinität zu Kordeln bereits in meiner Kindheit. Immer wenn ich meine Oma besuchte, lief ich nach der Begrüßung zuerst ins Wohnzimmer, um an den Gardinenkordeln zu spielen. Ich durfte sie vom Raffrollo und aus der Halterung lösen, um sie als Gürtel um meine Taille zu schlingen oder als Haarband zu benutzen. Damit verwandelte ich mich in eine Prinzessin, mitunter aber auch in ein Cowgirl, um mit meinem Lasso Pferde einzufangen. Als meine Oma starb und ihre Wohnung aufgelöst wurde, wollte ich ihre Gardinenkordeln unbedingt als Andenken behalten. Ich fand in ihrem Nähschrank außerdem noch weitere schöne Kordeln, welche den Beginn meiner Gardinenkordel-Sammlung bildeten.
Jedes Mal, wenn ich in einen Gardinen- oder Deko-Laden gehe, ziehen mich die mit Kordeln geschmückten Deckchen, Plissee Gardinen oder sonstigen Textilien magisch an. Ich schaue dann immer nach einzelnen Gardinenkordeln, um meine Sammlung zu vervollständigen. Auch wenn ich auf Reisen bin, ziehe ich den Aufenthalt in einem klassisch eingerichteten Hotel vor, da die Wahrscheinlichkeit, hier auf Gardinenkordeln zu stoßen viel größer ist als in einem modernen Hotel. Diese sind dann besonders schöne Andenken an meine Reisen. Aber auch hier im Online Shop und auf Trödelmärkten halte ich die Augen immer nach Gardinenkordeln offen. Inzwischen habe ich schon über 500 verschiedene Gardinenkordeln zusammengetragen und bin immer noch so glücklich wie in meinen Kindertagen, wenn ich wieder eine Gardinenkordel meiner Sammlung hinzufügen kann.

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