Erinnerungen an den letzten Sommer
So richtig heiß war er ja leider nicht, der letzte Sommer. Leider hatte ich auch in meinen beiden Wochen Ostseeurlaub Pech mit dem Wetter. Gerade mal drei Tage lang war es schön und warm genug, um an den Strand zu gehen. Aber ich habe daraus das Beste gemacht und bin, mit Windjacke, Kopftuch und festen Schuhen ausgestattet, am Strand auf Schatzsuche gegangen.
Das hatte irgendwie auch was Gutes, dass nicht so viele Urlauber am Strand waren, denn so fand ich mehr und schönere Muscheln als in den anderen Jahren. Sogar einige Donnerkeile und schöne Hühnergötter waren dabei. Nur einen Bernstein suchte ich vergebens. Ich sammle nämlich diese Strandgüter, um daraus Schmuck und schöne Dekoartikel herzustellen, z. B. beklebe ich damit Marmeladengläser, so dass daraus originelle Vasen oder Kerzenhalter werden, auch Schalen und Bilderrahmen mit Meeresschätzen sind schöne Geschenke.
Doch zurück zum letzten Sommer. In diesem Jahr stand noch ein ganz besonderes Ereignis an: meine Nichte wurde ein Schulkind. Natürlich übernahm ich die ehrenhafte Aufgabe, eine Schultüte zu besorgen und diese mit vielen schönen und süßen Dingen zu füllen. Da ich mich mit meiner kleinen Nichte gut verstehe und sie oft zu mir kommt, weiß ich genau, was sie sich zum Spielen wünscht und was sie gerne nascht. Deshalb war die Schultüte nicht nur besonders groß, sondern auch ziemlich schwer. Als i-Tüpfelchen habe ich oben auf die Schultüte noch eine große Muschel gelegt und die Schleife mit einer besonders schönen Gardinenkordel gebunden, was meine Nichte total schick fand.
In der kleinen 2-Zimmer-Wohnung Chemnitz war nach der Schuleinweihungsfeier bald der ganze Fußboden mit Süßigkeiten und Spielsachen übersät. Hinzu kamen dann auch noch die Geschenke der anderen. Über ihre große Schultüte jedoch hat sie sich am meisten gefreut.